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29.06.2020

Die Abinaut*innen heben ab

Mit einer bewegenden Abiturfeier endet ein denkwürdiges Schuljahr an der Gesamtschule Rodenkirchen.

Unter blauem Himmel und der Einhaltung von Sicherheits- und Hygienebestimmungen nahmen die Abiturient*innen ihre Zeugnisse am Donnerstag den 25. Juni entgegen. Auf der großen Freitreppe im Innenhof der Gesamtschule war genug Platz für den vorgegebenen Abstand und somit eine gemeinsame Feier. Der rote Teppich untermalte bereits beim Eintreten das für die Absolvent*innen bedeutende Ereignis.

Auf den Treppen versammelten sich die Abiturient*innen, ihre Lehrer*innen und die Mitglieder der Schulleitung vertreten durch Schulleiterin Kerstin Gaden und die Oberstufenkoordinatorin Beate Buchholz.

Um gemeinsam die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse zu erleben und nicht gruppenweise ihre Zeugnisse entgegenzunehmen, verzichteten die Abiturient*innen auf die Anwesenheit ihrer Eltern. Deren wichtige Rolle wurde jedoch in der Rede von Frau Gaden thematisiert. Sie erinnerte die Anwesenden daran, welchen Einfluss Eltern auf den Werdegang ihrer Kinder haben und dass ihnen dafür ein besonderer Dank und Anerkennung gebührt.

Die Schulleiterin verwies anschließend auf die „Generation Z“. Eine Generation, die sich laut Studien durch ihr Aufwachsen in einer medial geprägten Gesellschaft charakterisiert. Neben der ständigen Mediennutzung, stellte Frau Gaden heraus, dass gerade diese junge Generation für eine bessere Zukunft eintritt, daher auch „Generation Z“ wie Zukunft.

Anschließend trat der Abiturient Nima Schaper an das Mikrofon und ließ in seiner Rede die vergangenen Schuljahre Revue passieren, welche mit einem kritischen und besonnenen Blick auf die Schule und das Schulleben endete.
Er verwies darauf, dass die Erziehung von selbstkritischen und reflektierten Schüler*innen wichtiger sei als das reine Lernen von Inhalten. „Schule hat beziehungsweise sollte die Funktion haben Schüler*innen zu mündigen, demokratiefähigen Menschen zu erziehen“, mahnte er an.
Er forderte außerdem seine ehemalige Mitschüler*innen auf, ihre Komfortzone zu verlassen: „Lasst uns ins kalte Wasser springen, reflektieren, diskutieren, protestieren und einen Unterschied machen! Und lasst uns vor allem nicht den Mut verlieren uns selbst weiterzuentwickeln!“

Vor der musikalisch unterlegten Vergabe der Abiturzeugnisse ergriff die Oberstufenkoordinatorin Beate Buchholz das Wort. Sie resümierte, dass viele Abiturient*innen – gemäß des Mottos "Abinauten" – während ihrer Schullaufbahn zeitweise auf „anderen Planeten“ unterwegs waren. Umso erfreuter sei es, dass nun die Anwesenden ihren Weg zum Abitur gefunden haben.

Die Zeugnisse wurden von den Abiturient*innen mit eigens beschrifteten Schutzmasken entgegengenommen. Die Schulleitung und die Tutor*innen des Jahrgangs konnten zwar nicht mit dem sonst üblichen Handschlag gratulieren, wählten dafür aber umso herzlichere Worte. Das stolze und zufriedene Lächeln aller Beteiligten blieb leider unter den Masken verbogen.

Nach der Zeugnisübergabe und einer erfrischenden Pause mit Sekt und Selters folgten die Reden der Leistungskurse. Die Abiturient*innen berichteten von ihren positiven Erlebnissen, der gemeinsamen Zeit im Unterricht und den verschiedenen Exkursionen und Kursfahrten. Immer wieder war auch hier von Corona die Rede, eine Zeit, die sie mit der Unterstützung ihrer Lehrer*innen gut überstanden hätten.

Mit zahlreichen persönlichen Gesprächen endete dieser wirklich besondere Abend im Innenhof der Gesamtschule Rodenkirchen. Während die Lehrer*innen sich in der Abenddämmerung nach Hause begaben, machten sich die Schüler*innen auf, ihren Erfolg weiter zu feiern.

Bildunterschrift: Der Abiturjahrgang 2020 mit ihren Lehrer*innen und der Schulleitung (untere Reihen)
Fotos: Volker Müller
Text: Christian Kockhans



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