INKLUSION                                                                                         

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem

Unterstützungsbedarf im Gemeinsamen Lernen

Bis zum Schuljahr 2014/2015 wurden alle Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in der Sekundarstufe I unserer Schule in einer von zwei Klassen ihres Jahrgangs mit je 26 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Von den 26 Schülerinnen und Schülern hatten in der Regel sechs einen  sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. Neben den beiden TutorInnen (KlassenlehrerInnen) haben diese Klassen außerdem eine Lehrerin bzw. einen Lehrer für Sonderpädagogik als Tutorin bzw. als Tutor. Zur Zeit arbeiten die Jahrgänge 8 – 10 noch in dieser Form.

Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 werden Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf nicht mehr ausschließlich in den sogenannten Schwerpunktklassen, sondern in allen Klassen eines Jahrgangs unterrichtet. Es gibt aber weiterhin zwei dieser Schwerpunktklassen, in denen ca. vier bis sechs Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet werden. Die Zuordnung erfolgt im Rahmen der Klassenbildung, wenn feststeht, welche Kinder unsere Schule im folgenden Schuljahr besuchen werden. Aus pädagogischen Gründen werden Kinder, die zieldifferent beschult werden, den Schwerpunktklassen zugeordnet. Bei den Förder-schülerinnen und -schülern, die zielgleich unterrichtet werden, richtet sich die Zuordnung nach den Förderschwerpunkten und den Bedürfnissen der Kinder. Die Anzahl der Lehrerstunden aus dem Bereich Sonder-pädagogik in den jeweiligen Klassen richtet sich dann wiederum nach der Anzahl der Kinder mit sonder-pädagogischem Unterstützungsbedarf und den unter-schiedlichen  sonderpädagogischen Unterstützungs-bedarfen. Die durchschnittliche Klassengröße beträgt zur Zeit 27 Schülerinnen und Schüler. Die tatsächliche Klassengröße richtet sich im Einzelfall nach der Anzahl der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Demzufolge werden in den Klassen des kommenden fünften Jahrgangs (2017/2018) zwischen 25 und 29 Kinder sein.

Das Schulgebäude ist weitgehend behindertengerecht ausgestattet und barrierearm, so dass auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer unsere Schule besuchen können. Die Anforderungen für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungs-bedarf orientieren sich an den Inhalten der Richtlinien und Lehrpläne der Gesamtschule sowie an den Inhalten der Richtlinien und Lehrpläne des jeweiligen Förderschwer-punktes („Geistige Entwicklung“, „Körperliche und motorische Entwicklung“, „Lernen“, „Emotionale und soziale Entwicklung“, „Sprache“ etc.).
Schülerinnen und Schüler mit einem entsprechenden ärztlichen Rezept haben die Möglichkeit, während der Schulzeit an einem Psychomotorik-Angebot teilzunehmen.

 

Was bedeutet "Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf"?

Bei einem Kind mit diagnostiziertem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf liegt bereits ein abgeschlossenes sonderpädagogisches Gutachten vor (AO-SF), welches in der Regel von der Grundschule und den Eltern beantragt und von einer Sonderpädagogin bzw. einem Sonderpädagogen erstellt wurde. Wenn ein entsprechender Bescheid der Bezirksregierung über den sonder-pädagogischen Unterstützungsbedarf vorliegt, kann eine Schülerin bzw. ein Schüler an unserer Schule als Förderschülerin bzw. Förderschüler für das Gemeinsame Lernen angemeldet werden.

Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungstörungen, wie Legasthenie, Dyskalkulie u.ä. gehören nicht zu der Gruppe der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungs-bedarf, werden aber dennoch entsprechend unseren Möglichkeiten (z.B. LRS-Förderprogramm) gefördert.

Bei der Betreuung der Förderschülerinnen und -schüler aller Jahrgangsstufen über den gesamten Schulalltag hinweg helfen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Darüber-hinaus gibt es für einige Schülerinnen und Schüler auch Schulbegleiterinnen oder Schulbegleiter.

Interessentinnen und Interessenten für das Freiwillige Soziale Jahr, den Bundesfreiwilligendienst oder auch für ein Praktikum als Lehrerin oder Lehrer für Sonderpädagogik wenden sich bitte an:

Manfred Wagner, Lehrer für Sonderpädagogik,
EMail: manfred.wagner@ge-roden.de

 

Nachschulische Perspektiven / Berufsorientierung

Ab dem 8. Jahrgang nimmt auch die berufliche Orientierung bzw. der Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung einen wichtigen Stellenwert ein: In enger Zusammenarbeit mit den Eltern und außerschulischen Institutionen haben Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit, mehrere Praktika in verschiedenen Arbeitsfeldern zu absolvieren.

Bereits ab Klasse 9 arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik mit der Arbeitsagentur, Abteilung Rehabilitation zusammen und sondieren bei Bedarf Möglichkeiten der nachschulischen Rehabilitation.

Ansprechpartnerin:
Sigrid Brannemann-Roels;
EMail: sigrid.brannemann-roels@ge-roden.de

Auch in der Sekundarstufe II werden an unserer Schule Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet.

Ansprechpartnerin:

Agnes vom Hövel, Lehrerin für Sonderpädagogik,
EMail:
agnes.vom.hövel@ge-roden.de