Rollstuhlfahren in der Gesamtschule


Nach einem Jahr Pause kamen sie wieder: Die Rollikids.

Mit insgesamt 26 Rollstühlen – überwiegend sportliche Modelle – kamen die „Rollikids“ an die Gesamtschule Rodenkirchen. An zwei Tagen im September hatten die Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs die Möglichkeit, selber mal auszuprobieren, wie es ist, in einem Rollstuhl zu fahren.

Möglich macht dies der Träger des Projekts, die Bezirksregierung Köln, in Zusammenarbeit mit den „Rollikids“, dem Fachbereich Kinder- und Jungendsport des Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V.

Die Schülerinnen und Schüler, die ja inzwischen alle in Klassen mit gemeinsamem Unterricht lernen, können mit erwachsenen Menschen mit einer körperlichen Behinderung authentisch über deren Leben im und mit Rollstuhl sprechen. Diese Menschen geben sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrerinnen und Lehrern die Gelegenheit, etwas über Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen eines Lebens mit Handicap zu erfahren.

Unter fachkundiger Anleitung erlebten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer selbst das Rollstuhlfahren und damit den Blickwechsel vom Rollstuhl als stigmatisiertem Hilfsmittel zum Rollstuhl als pfiffigem Hilfsmittel und Sportgerät.

Spielerisch wurden Schülerinnen und Schüler durch die Selbsterfahrung an das Thema Behinderung herangeführt und erfuhren von unterschiedlichen Sportmöglichkeiten mit dem Rollstuhl. Gegenseitiges Verständnis, der Abbau von Vorurteilen und der Blick für ein Miteinander in Unterschiedlichkeit sollten dabei geschult werden. Eine Haltung zur Inklusion soll aufgebaut werden, dargestellt am konkreten Beispiel des Lebens mit Rollstuhl.

Aber auch spielerische Momente und der Spaßfaktor sollten nicht zu kurz kommen. Mit großen Freude bewegten sich die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Kolleginnen und Kollegen mit dem Rollstuhl durch die Halle. Dabei übten sie beispielsweise, wie man Hindernisse (ein Bordstein in Form einer Turnmatte) überwinden kann. „Super! Können wir das nochmal machen?“ war einer der häufigen Anschlusskommentare der Schülerinnen und Schüler.

Weitere Infos: http://www.rollikids.de/index.php?id=75



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